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Virtuose Klangfarben für den guten Zweck – Musikkorps der Bundeswehr begeistert im Dr.-Hans-Köster-Saal
Pulheim, 24. Juni 2025 – Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Dr.-Hans-Köster-Saal, stehende Ovationen und ein Benefizerlös, der sozialen Projekten in der Region zugutekommt: Das vom Lions Club organisierte Konzert des Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg war in jeder Hinsicht ein Volltreffer.
Begrüßung mit Herz und Hintergrund
Lions-Präsidentin Anne-Gret Iturriaga hieß die 66 Musikerinnen und Musiker unter Leitung von Oberstleutnant Christian Weiper herzlich willkommen und erinnerte daran, dass das Korps ohne Gage spielt – „jeder Cent des Abends fließt in lokale Hilfsprojekte“. Auch Ortsvorsteher Gert Lauterbach überbrachte die Grüße des Bürgermeisters und dankte den Lions für ihr Engagement.
Ein erster Programmteil voller Kontraste
Carl Maria von Weber, Ouvertüre zu „Der Freischütz“ – Schon die eröffnenden Takte fesselten das Publikum. „Von den ersten Takten der Ouvertüre an herrschte ein hoher Spannungslevel zwischen geheimnisvoll feinstem Pianissimo und triumphal strahlendem Jubel; der Freischütz wurde schier zu einem Wunder an dramatischer Klangfülle“ .
Willy Kuhn, Marsch „Sol Germaniae“ – Mit messerscharfer Bläserartikulation demonstrierte das Korps, warum es als „gefragter Klangkörper und richtungsweisender Maßstab für die Blasmusikszene in Deutschland“ gilt
Modest Mussorgsky/Maurice Ravel, „Bilder einer Ausstellung“ – Ravel verleiht dem Werk „eine lebhafte Orchestrierung, die längst die Klavierfassung an Popularität überflügelt“
. Die Siegburger setzten dieses Farbprisma so detailreich um, dass man die Gemälde vor dem inneren Auge leuchten sah. Die Houston Symphony bezeichnet Ravel-Version und Werk als „vibrant orchestration“ und „masterpiece“ – eine Einschätzung, die der Saal lautstark bestätigte.
Nach der Pause entführten weite Klangflächen der „Interstellar Suite“ (Hans Zimmer) das Publikum in entfernte Galaxien – live sorgte exakt dieses Orgel-Pathos für Gänsehaut.
Darauf folgte das Medley „Legendary Film Composers“. Einziger roter Faden: Ohrwürmer von Ennio Morricone bis John Williams. Über Williams’ eigenes Medley urteilte The Edit: „Ein wahrer Meister dirigiert einen Salut auf 50 Jahre legendärer Filmkomponisten – selbst wer den Film nicht nennen kann, erkennt die Melodie“
. Die Bundeswehr-Musiker bewiesen, dass dieser Effekt auch ohne Leinwand funktioniert.
Den sinfonischen Block beschloss der selten gespielte Marsch „Garde der Republik“ (Berthold Wilke) – kernig, pointiert und doch mit einem Schuss lateinischer Leichtigkeit, wie ihn Arrangements von Guido Rennert heute in die historische Marschmusik tragen.
29.06.2025







